Der neue NACS-Stecker ist da!
Nach 2 Jahren Entwicklung ist es endlich soweit und der neue NACS-Stecker ist auf dem Markt erhältlich. Er ist in 3 verschiedenen Varianten erhältlich: 300 A, 400 A und 800 A. Der Stecker hat nicht nur ein neues modernes Design erhalten, vielmehr hat ein neuentwickeltes Kühlkonzept die Erwartungen an die Ladekapazitäten übertroffen. Der Weg bis hier hin hatte aber einige Herausforderungen wie z. B. eine stark limitierende Steckernorm hinsichtlich den Steckerabmessungen wodurch die Einhaltung von Mindestabständen bei Kriechstromstrecken sehr knifflig wurde. Zudem ist die Kontaktgeometrie nahezu normativ vorgegeben und lässt keinen Spielraum z.B. hinsichtlich zusätzlicher Verstärkungen, wodurch durch die Materialauswahl an Bedeutung zunimmt. Die anspruchsvollen Falltests nach 6 h Gefrierschrank zu bestehen, war nicht einfach und erforderte letztendlich ein paar Loops.
Durch den Kombi - Support aus Produktdesign, Engineering, Modellbau und Projektmanagement von der ersten Konzeption bis hin zur Serienüberführung zeigt es zudem einmal mehr unsere Stärken bei abteilungsübergreifenden Entwicklungsprojekten auf.
Wie ein kleines Kind freut man sich, wenn ein Produkt auf den Markt kommt, in welches man viel Herzblut gesteckt hat. Dies ist hier definitiv der Fall. Bereits auf der EXA-Messe in Australien wurde die gesamte Steckerfamilie der Öffentlichkeit präsentiert, aber nun ist zumindest der NACS-Stecker im Verkauf. Sein Bruder, der CCS-Stecker, ist gerade in den finalen Zertifizierungstests und wird sicherlich bald folgen.
Vor allem die Anforderungen hinsichtlich des Falltests hatten es zum Ende hin in sich. Über FEM-Simulationen wurden die Falltests vorab mit verschiedenen Materialien berechnet und führten zu einer entsprechenden hochwertigen Materialspezifikation. Erste Validierungstests mit werkzeugfallenden Teilen bestätigten diese Simulation anfänglich. Die finalen Tests wurden aber im Prüflabor im ersten Anlauf nicht bestanden und so gab man sich auf die aufwendige Suche nach der Ursache. Es stellte sich mit der Zeit heraus, dass kleinste Unterschiede in der Konditionierung des Materials PA 6 GF30 sowie möglicherweise die Ausrichtung der Glasfasern bereits ausreichend sind um die Tests nicht zu bestehen. Letztlich veranlasste dies uns weitere Versuche mit alternativen Materialen wie z. B. einem PC mit teilweise niedrigerem E-Modul vorzunehmen. Das PC-Material erwies sich hier als richtig. Es bestätigte sich wie schon so oft in der Physik, dass steifer nicht immer besser ist. Eine gewisse Elastizität absorbiert viel Schockenergie und führte letztlich dazu, dass alle Tests erfolgreich bestanden wurden.
Es bestätigte zudem den Spruch: „Man lernt nie aus!“.








